23.11.2017 - Banker, Partner, Bürger

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Wie die RBI zu den globalen Sustainable Development Goals beiträgt.

Das 8. Stakeholder Council der RBI-Nachhaltigkeitsabteilung beschäftigte sich mit den globalen Sustainable Development Goals (SDGs). Die 17 UNO-Ziele für die nachhaltige Entwicklung sind auch für die Finanzbranche wichtige Impulsgeber und könnten laut Experten auch die größte Geschäftsgelegenheit des 21. Jahrhunderts sein.

Der Raiffeisen Bank International ist das Nachhaltigkeitsthema schon lange ein Anliegen, wie RBI-CEO Johann Strobl versichert: "Wir sind mit Herz und Hirn dabei, auch wenn sich die Wirkung verschiedener Maßnahmen nicht immer sofort zeigt."

Nebojsa Nakicenovic, Stellvertretender CEO des Internationalen Instituts für Angewandte Systemanalyse IIASA, unterstreicht in seinem Referat die globale Dringlichkeit. Das ambitionierte Pariser Abkommen hat den Energieexperten überrascht, da die Welt für das 2-Grad-Ziel nicht nur den CO2-Ausstoß auf Null reduzieren, sondern der Atmosphäre sogar CO2 entziehen muss. Für Nakicenovic geht dies nur in Kombination mit stärkerer Entwicklungsarbeit, Verbesserung der Wirkungsbereiche und der Erhöhung der Erneuerbaren Energien.

Welche Rolle sich die RBI dabei zuschreiben will, das ist schon seit Jahren in einer Nachhaltigkeitsstrategie festgeschrieben. Andrea Sihn-Weber, Leiterin des RBI Group Sustainability Managements, fasst kurz zusammen: "Wir wollen im Kerngeschäft verantwortungsvoller Banker sein, fairer Partner im Umgang mit unseren Stakeholdern und über das Kerngeschäft hinaus engagierter Unternehmensbürger sein."

Beim jährlich stattfindenden Stakeholder Council wird Bilanz über die Verbesserungen gezogen. Als verantwortungsvolle Banker haben bereits neun Netzwerkbanken in CEE ein Umwelt- und Sozialmanagement-System eingerichtet, mittelfristig sollen alle RBI-Töchter nachziehen. Die RBI selbst ist Mitglied der Green Bonds Principles und in diesem Zusammenhang wird an der Emission eines Green Bonds gearbeitet. Darüber hinaus wird der gruppenweite Code of Conduct (Verhaltenskodex) derzeit überarbeitet. Im vergangenen Frühjahr wurde eine gruppenweite Kohle-Policy verabschiedet und man ist gerade dabei, Richtlinien auch für andere sensible Themen wie Glücksspiel, Atomkraft oder Kriegsmaterialen auszuarbeiten.

Die Raiffeisen Nachhaltigkeits-Initiative hat auch an Klimazielen bis 2030 gearbeitet. Als konkretes Ziel: "Der Anteil an klimafreundlichen Produkten und Services soll in den jeweiligen Mitgliedsorganisationen ungefähr ein Viertel des Portfolios betragen." Auch die Treibhausgasemissionen in den Kundenveranlagungen sollen gegenüber 2015 um mindestens 25 Prozent gesenkt werden.

Als fairer Partner setzt man auf Diversitätsmanagement unter dem Motto "Vielfalt 2020". Dabei werden verschiedene Schwerpunkte gesetzt werden, um den Anteil der Frauen im Topmanagement bis 2024 auf 35 Prozent zu heben. Alle Tätigkeiten wurden auch detailliert im Nachhaltigkeitsbericht dokumentiert, der kürzlich bei der ASRA-Auszeichnung für Großunternehmen den dritten Platz erreichte.

Quelle: Raiffeisenzeitung; Text: Elisabeth Hell
Bild: Andrea Sihn-Weber, RBI-Risikovorstand Hannes Mösenbacher - © Foto: RBI